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Abwasserverband Grazerfeld


Wissenswertes

Das WC ist kein Mistkübel!

Müll, wie Damenhygieneartikel oder Essensreste, landen oft im Kanal und verursachen verstopfte Kanäle, unangenehme Gerüche und Mehrkosten für uns alle. Einen Leitfaden zur richtigen Entsorgung finden sie hier:

Pressemeldungen

Schiff Ahoi im eigenen Keller

Juli 2018

Zur Presseaussendung

Untere Aue 20,
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Every project is a new challenge to produce something unique.

Vorstand

Obmann

Bürgermeister
Willibald Rohrer

Gemeinde Werndorf
www.werndorf.gv.at

1. OBMANN-STV.

VIZEBÜRGERMEISTER
JOHANN LENDL

Marktgemeinde Hausmannstätten
www.hausmannstaetten.gv.at

2. OBMANN-STV.

GEMEINDERAT
ING. PETER TABOR

Marktgemeinde Kalsdorf
www.kalsdorfbeigraz.at

KASSIER

Bürgermeister
ERICH GOSCH

Marktgemeinde Feldkirchen bei Graz
www.feldkirchen-graz.gv.at

KASSIER-STV.

VIZEBÜRGERMEISTER
THOMAS GÖTTFRIED

Gemeinde Seiersberg-Pirka
www.gemeindekurier.at

SCHRIFTFÜHRER

VIZEBÜRGERMEISTER
KARL SCHERZ

Gemeinde Wundschuh
www.wundschuh.at

Team

Geschäftsführer

MICHAEL LECHNER

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GESCHÄFTSFÜHRER STV.

DI ANDREAS PHILADELPHY

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GRUPPENLEITER AUSSENDIENST

WOLFGANG PROBST

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GRUPPENLEITER INNENDIENST

WOLFGANG MAYER

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GRUPPENLEITER STV.

HELMUT BALAZIC

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INNENDIENST

BERNHARD KAINZ

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INNENDIENST

ANDREAS KLEIBENZETTEL

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AUSSENDIENST

GERNOT PÖLZL

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AUSSENDIENST

KLAUS KÄFER

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BAUTECHNIK

ERWIN SPERANDIO

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ELEKTROTECHNIK

MANFRED MÜHLWISCH

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LEITUNGSKATASTER

ING. CHRISTIAN ERHARDT

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VERWALTUNG

PETRA PACHNER

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INDIREKTEINLEITER

CLAUDIA REISS-GOTSCHAR

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RECHNUNGSWESEN

EVELINE REINPRECHT

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RECHNUNGSWESEN

SABINE SERTON

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LOHNVERRECHNUNG

EVA CHRISTOF, B.A.

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RAUMPFLEGE

MONIKA HALBEDL

PENSIONIERTE MITARBEITER

JOHANN MAYER

PETER KÄFER

HERBERT MEDITZ

HEIDRUN MEDITZ

Chronik

1960er

Das untere Murtal verfügt über den größten Grundwasserkörper der Steiermark. Auf Grund des reichlichen Wasserdargebotes erfolgte die Trinkwasserversorgung bis Mitte der sechziger Jahre fast ausschließlich mit Hausbrunnen. Nur Graz verfügte über ein Grundwasserwerk in der Nachbargemeinde Feldkirchen. Dem Gewässerschutz kam daher in diesem Gebiet besondere Bedeutung zu.

August 1962

Die rege Bau- und Siedlungstätigkeit im steirischen Zentralraum veranlasst vier Gemeinden, gemeinsam mit der Stadt Graz die Gründung eines Wasserverbandes zum Zweck des Gewässerschutzes vorzubereiten. Die Verhandlungen mit den Vertretern der Landeshauptstadt bleiben aber vorerst erfolglos.

1968

Der Ausbau des Flughafens Graz-Feldkirchen macht schließlich die Errichtung eines Sammelkanals samt Abwasserreinigungsanlage erforderlich

1973 - 1980

Nach dem endgültigen Ausstieg von Graz gründen vier Gemeinden im Jun 1973 den Abwasserverband Grazerfeld. Erweiterung auf 13 Mitglieder bis 1978. Drei weitere Gemeinden sowie ein Kunstharzbetrieb treten bis 1980 bei. Satzungsgemäßer Hauptzweck des Verbandes war es, Maßnahmen zu planen und durchzuführen, die der Reinhaltung der Mur und des Grundwasservorkommens des Grazerfeldes dienen. Die Gewässergüte der Mur sollte von Güteklasse III-IV (sehr stark verschmutzt) in den sechziger Jahren bis zum 31. Dezember 1978 auf zumindest Güteklasse II-III (kritisch belastet) angehoben werden. Die Gesamtbelastung der Mur betrug damals rund 4,4 Mio. Einwohnerwerte (EW), wobei rund 3 Mio. EW von den Zellstofffabriken stammten.

1985 - 1987

Erst die Umsetzung des 1985 beschlossenen Mursanierungsprogrammes, mit der beinahe vollständigen Abwassererfassung, bringt gemeinsam mit der Sanierung der Zellstofffabriken in Pöls und Gratkorn die entscheidende Verbesserung der Wassergüte der Mur. Ein Variantenvergleich über die künftige Abwasserreinigungsanlage wies Wildon als kostengünstigsten Kläranlagenstandort aus. Im Oktober 1985 startet der Bau der Verbandskläranlage. Die erste Ausbaustufe geht im Oktober 1987 in Betrieb.

1995 - 1999

Ein zweiter Faulturm geht in Betrieb. 1997 bis 1999 wird die Kläranlage auf 80.000 EW ausgebaut und an den Stand der Technik angepasst.

2006 - 2007

Aus- und Umbau der Abwasserreinigungsanlage: Durch die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere die Ausweisung von Industrie- und Gewerbebetrieben entlang der Autobahn A9, sowie die stetige Bevölkerungszunahme im Einzugsgebiet des Verbandes, ist ein Ausbau der ARA Grazerfeld und eine Anpassung an den Stand der Technik auf eine Ausbaugröße von 120.000 EW unumgänglich.

Die Neuerungen:

    • Feinrechen mit Rechengutwaschung und -entwässerung.
    • Bio-P Entfernung: ausgebildet als Umlaufbecken mit Umwälzeinrichtung und Schwimmschlammabzugseinrichtung. Beckeninhalt 1.267 m³. Das Becken ist umhaust; die Abluft wird über Biofilter geführt.
    • Errichtung eines Verteilbauwerks vor der Beschickung der bestehenden 3-straßigen Biologie. Verteilung durch verstellbare Überfallwehre.
    • Ausrüstung der bestehenden, 3-straßigen, Biologie (mit verstärkter feinblasiger Tiefenbelüftung und Schwimmschlammabzugseinrichtung)
    • Zulaufsteuerung zu Belebungsstufe 2 mittels pneumatischer Verteilerweiche, situiert im Zulaufgerinne.
    • Belebungsstufe 2, ausgebildet als zwei Umlaufbecken zur alternierenden Nitrifikation und Denitrifikation. Gesamtinhalt 8.040 m³. Ausgerüstet mit Umwälzeinrichtungen, feinblasiger Tiefenbelüftung, Schwimmschlammabzugseinrichtung. Dynamische Wasserspiegelhaltung im jeweils letzten Becken. Anbindung der Luftzuleitung an die bestehende Luftleitung DN 600.
    • Nachklärbecken 3, ausgebildet als Rundbecken mit 38 m Innendurchmesser, Beckeninhalt 3.654 m³, durchgehendem Rundräumer mit Außenfahrwerk. Bodenschlammräumung beidseitig aus Tiefenrinne mittels Saugvorrichtung, Schwimmschlammräumung einseitig. Schlammfortleitung über Schlammrinne am Mittelbauwerk.
    • Adaptierung Nachklärbecken 1 und 2 mit Schwimmschlammräumung nach Stand der Technik.
    • Nachfermenter, ausgebildet als stehender zylindrischer Behälter und 2.907 m³ Nutzinhalt, ausgebildet als säurebeständiger Stahlbehälter in V4A, isoliert und mit Aluglattmantel verkleidet. Mit innenliegender, vertikaler Umwälzeinrichtung mit langer Welle. Anbindung an den Bestand über Drehkolbenpumpen und Exzenterschneckenpumpe, Spiralwärmetauscher (Schlamm/Schlamm), diverse Schlammleitungen, Gashaube mit Leitungsanschluss, Bedienungssteg. Der Behälter ist mit einer eigenen Schlammumpumpeinrichtung mit einem Rohr in Rohr Wasser/Schlamm Wärmetauscher ausgestattet.
    • Überschussschlammvorbehandlung durch MÜSE (mechanische Überschussschlammentwässerung) ausgebildet als Seihtrommel, USD (Ultraschalldesintegration) in zwei parallel geschalteten Reaktoren, Schlammzwischenspeicher (vorentwässerter Schlamm) mit 30 m³ Inhalt, erforderliche Pumpen und Schlammleitungen. Ein druckloser Schlammbehälter (Zwischenspeicher Pumpwerk) als Vorlage für die Beschickerpumpen der Faultürme 1 und 2.
    • Trübwasser- und Zentratvorbehandlung: Umbau eines bestehenden Beckens und Ausrüstung mit feinblasiger Tiefenbelüftung und Umwälzeinrichtung.
    • Eisensulfatbunker- und Lösestation, bestehend aus zwei, wechselweise mit Granulat zu beschickenden Einsumpfbunkern (zylindrische Behälter aus V4A). Lösungsentnahme über aushebbare Schwimmeinrichtung.
    • Heizstation-Wärmeverbund: Installation von einem Gasheizkessel und einem Ölheizkessel (extraleicht) in einem neu adaptierten Heizraum. Neuordnung und Ergänzung der Vorlaufverteilung und Rücklaufsammlung im ursprünglichen Heizraum.
    • Faulgasnutzung-Mikrogasturbinen: es werden drei Gasturbinen – Generatoren mit je 65 kW elektrischer Leistung und mit Abgaswärmetauschern mit Einbindung in den Wärmeverbund installiert. Die Gasturbinen sind mit einer teilredundanten Gasreinigung/Gasaufbereitung ausgerüstet.
    • Luftförderstation für Belüftung: die vorhandene Gebläsestation wird durch zwei weitere Drehkolbengebläse mit je ca. 250 kW Anschlusswert ergänzt. Zwei der vorhandenen Gebläse werden umgeschlossen und zur Belüftung der Trübwasser- und Zentratvorbehandlung genutzt.
    • Leitungen, Armaturen und Kollektorausrüstung für die Gesamtanlage (Kollektor neu ca. 260 m, Kollektor Bestand ca. 320 m).
Im Rahmen der Gemeindestrukturreform 2015 wurden einige Mitgliedsgemeinden fusioniert und eine weitere Gemeinde trat dem Abwasserverband Grazerfeld bei, so dass er aktuell aus 14 Mitgliedern besteht.

Verwaltung

Unter dem Motto "Weg vom Kostenumleger und hin zum Dienstleister" hat sich die Geschäftsführung und die Verwaltung des Abwasserverbandes Grazerfeldes ein sehr hohes Ziel gesteckt.

Gilt es doch den Leitgedanken der letzten Zeit wie „Privatisierung“, „Liberalisierung“ oder „Weniger Staat – mehr Privat“ Rechnung zu tragen. Nicht aus Angst vor Veränderungen des Systems zu erstarren, sondern Wege suchen und finden um die Effektivität (die richtigen Dinge tun) und die Effizienz (die Dinge richtig tun) zu steigern.

Die Verwaltung organisiert die komplette Beitragsverrechnung mit den Mitgliedern (Baukosten, Betriebskosten etc), die Projekterfassung, die Finanzierung der Bauvorhaben sowie die Mitgliederberatung und die Anlagenevidenz.

Weiters wird in Zusammenarbeit mit den Planungsbüros die gesamte Planung, Ausschreibung und Abwicklung der Bauvorhaben durchgeführt.

Aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit unserer Mitgliedervertreter und der Geschäftsführung ist es gelungen, einen einstimmigen Beschluss für die Erstellung einer Individualsoftware für den Abwasserverband Grazerfeld zu erzielen.

Das Verwaltungsprogramm namens „winAWV“, welches vom Verband selbst entwickelt wurde, ist aufgrund seiner Zielvorgaben zur Verbesserung der Verbandsverwaltung, sowohl vom Land Steiermark als auch vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft gefördert worden.

Eine Bestätigung der Organisationsform, die Art einen Verband dieser Größenordnung zu organisieren und zu betreuen, sowie die Leistungsfähigkeit von „winAWV“, liefert der Endbericht des Bundesrechnungshofes aus dem Jahre 2000, welcher nach einer umfangreichen Überprüfung dem AWV Grazerfeld eine wortwörtlich „ausgezeichnete Verwaltung“ zusprach

Betrieb der ARA Grazerfeld

Die Abwasserreinigungsanlage ist auf dem System einer mechanisch - biologischen Reinigung mit anaerober Schlammbehandlung aufgebaut.

Das über Sammelkanäle ankommende Abwasser durchströmt im ersten mechanischen Reinigungsschritt einen Feinrechen, wo das anfallende Rechengut durch einen Rechengutwirbelwäscher gereinigt und verdichtet wird. Durch die Installation einer Siebanlage kann im weiteren Verlauf des Abwasserstromes und vor allem in der nachfolgenden Schlammlinie die Verstopfung von Pumpen und den Schlammbehandlungsanlagen verhindert werden.

Anschließend gelangt das Abwasser in einen Sand- und Fettfang. Die hier ausgeschiedenen Feststoffe werden einer speziellen Recyclinganlage (Sandwäscher) zugeführt. In weiterer Folge gelangt das Abwasser zu den Vorklärbecken, wo leichtere Schwebstoffe aufsteigen und die schweren Schlammpartikel zu Boden sinken. Mittels einer Räumeinrichtung wird dieser Schlamm in die Voreindicker gepumpt. In dem der Vorklärung nachgeschaltetem Misch- und Verteilbauwerk wird das Abwasser mit dem aus der Nachklärung zurückkommenden Belebtschlamm vermischt und mittels prozessgesteuerter Mengenaufteilung den drei Belebungstrassen zur biologischen Reinigung zugeführt. Die mit dem Abwasser ankommenden Bakterien, Hefen und Pilze bilden hier große Flocken. Die Mikroorganismen der Flocken nehmen die Stoffe des Abwassers auf, „veratmen“ sie und vermehren sich.

Weil diese Mikroben für ihre Arbeit sehr viel Sauerstoff brauchen, muss das Abwasser ständig umgewälzt und mit Sauerstoff angereichert werden. Die erforderliche Sauerstoffmenge wird vom Prozessleitsystem ermittelt. Durch spezielle Verdichter wird dazu die Umgebungsluft über Belüftungseinrichtungen am Beckenboden ausgeblasen.

Die Schlammflocken setzen sich in den Nachklärbecken, welche der Biologie nachgeschaltet sind, als Schlamm ab. Mit den Räumschildern und entsprechenden Pumpen wird der in der Nachklärbeckensohle angesammelte Belebtschlamm wieder in das Misch- und Verteilbauwerk zurückgepumpt.

Bevor der Klärschlamm in die Faultürme gepumpt wird, durchläuft dieser eine Desintegrationsanlage. Durch die hochfrequentierte Beschallung wird die Schlammstruktur aufgebrochen. Dies führt zu einer Steigerung der Methangasproduktion sowie zu einer zusätzlichen Verbesserung des Entwässerungsverhaltens.

Die aus dem Voreindicker den beiden Faultürmen zugeführten Schlammmengen werden in den Nachfermenter gepumpt, wo im Zuge der Ausfaulung Methangas gewonnen wird, mit welchem ca. 50% des Energiebedarfes der Kläranlage in Form von elektrischen Strom und Wärme abgedeckt wird.

Der ausgefaulte Schlamm gelangt anschließend über den Nacheindicker zu den Zentrifugen, wo er entwässert wird. Der angefallene Presskuchen wird verbrennt.

Somit ist der Reinigungsprozess abgeschlossen und das gereinigte Abwasser kann wieder in den Wasserkreislauf zurückgeführt werden. Nicht nur sämtliche vorangeführte Verfahrensabläufe werden von unseren bestens geschulten Abwassertechnikern durchgeführt, sondern auch die notwendigen Maßnahmen zur Eigenüberwachung, sowie Reparatur, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, was natürlich einen wichtigen Aspekt bei der Senkung von den Betriebskosten der Abwasserreinigungsanlage darstellt.

Im Zuge des gesamten Betriebes der Abwasserreinigungsanlage ist der Abwasserverband Grazerfeld darauf bedacht, Umweltgedanken und energiepolitischen Aspekten Rechnung zu tragen. So werden laufend neue Technologien getestet und übernommen, um die Kosten und den Energieaufwand zu verringern.

Die Kanalwartung

Der Abwasserverband Grazerfeld gehört mit einer Entsorgungsfläche von 210 km² flächenmäßig sicher zu einem der größten Verbände in der Steiermark.

Wahrscheinlich gibt es auch nicht viele Verbände die ein Kanalnetz mit rund 921 km Kanal und 374 Pumpstationen zu betreuen haben. Die Abwassertechniker sind bei der Kanalwartung für die gesamten Verbands- und Ortskanalisationsanlagen in den Mitgliedsgemeinden zuständig. Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten und durch überlaufende Kanäle oder Pumpstationen die Umwelt nicht zu gefährden, ist es von Nöten, nicht nur entsprechende Fahrzeuge samt Gerätschaft sondern auch die neuesten Technologien einzusetzen. Da bei der hohen Anzahl an Pumpstationen und der Größe des Verbandsgebietes die Zeit für eine „Vorortwartung“ immer knapper wird, wird ein Funkfernwirksystem, die sogenannte Fernwartung bzw. – steuerung eingesetzt. Hierbei können nicht nur die Betriebszustände der Pumpstationen online abgelesen werden, sondern es kann auch aktiv in den Betrieb eingriffen werden. Weiters dient uns dieses System für eine bessere, sogenannte „Kanalbewirtschaftung“. Im Ernstfall bedarf es jedoch immer wieder des Einsatzes unserer Abwassertechniker, um verstopfte Pumpen oder Kanäle von Materialien zu befreien, welche eigentlich nichts im Kanal verloren hätten. Im Vordergrund stehen vor allem die unverzichtbaren, regelmäßigen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an den Pumpstationen und Kanalanlagen. Im Drei-Jahres-Rhythmus werden die Kanäle in allen Mitgliedsgemeinden gespült, um Ablagerungen zu verhindern und um die Lebensdauer der Rohrmaterialien zu verlängern. Zur sogenannten „Qualitätssicherung“ gehört aber auch die Kanal TV-Untersuchung, welche uns einen genauen Aufschluss über den Zustand der Rohrleitungen gibt. Diese „Vorsorgemaßnahmen“ sind nach unserer Ansicht für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Kanalisationsanlagen unumgänglich.. Um auch für größere Schäden an den Kanalanlagen, wie zum Beispiel einen Rohrbruch im Sammlerbereich, gerüstet zu sein bzw. zur Erfüllung der Störfallverordnung, verfügt der AWV Grazerfeld über zwei mobile Pumpanlagen, die uns in kürzester Zeit ermöglichen, große Abwassermengen umzupumpen.. Die größte Pumpstation des AWV Grazerfeld ist das Zentralpumpwerk Murbergstraße, welches die Abwässer von fünf Gemeinden und einem Abwasseranfall von ca. 16.750 EW über eine Druckleitung, mit einer Strecke von ca. 2,1 Kilometer, von Fernitz bis in den Verbandshauptsammler nach Kalsdorf pumpt. Die riesigen und leistungsstarken Pumpen sind trocken aufgestellt, d.h. das ankommende Abwasser wird in einem, von den Pumpen getrennten, Sammelbecken aufgenommen und von den Pumpen in den Sammler gepumpt. Da ein Stillstand dieser Pumpstation, eventuell durch einen Stromausfall, verheerende Folgen nach sich ziehen würde, war die Installation einer entsprechen Notstromversorgung unerlässlich. Für Störfälle durch Stromausfälle oder für diverse Umbauarbeiten an Pumpstationen verfügt der AWV Grazerfeld über mehrere mobile Notstromversorgungsanlagen.

Verantwortung - Umweltschutz

Die Triebfeder für unsere gemeinsame Arbeit ist der Aspekt des Umweltschutzes und damit unmittelbar verbunden die Verantwortung für unsere Nachkommen.

Unsere Mitgliedsgemeinden haben sehr viel Geld investiert, um die Abwässer einer ordnungsgemäßen Reinigung unterziehen zu können. Das reichhaltige Grundwasservorkommen im Grazerfeld konnte durch die Realisierung des Kanalbaues geschützt werden. Gleichzeitig wurde durch diese Maßnahmen ein großer Beitrag zur Erhöhung der Wassergüte der Mur erzielt. Wir alle haben es in der Hand, durch verantwortungsvolles Handeln, unseren Nachkommen eine saubere und intakte Umwelt mit schönen Au-Landschaften, Naturteichen und Tierkulturen zu hinterlassen. Die Mitarbeiter des Abwasserverbandes Grazerfeld nehmen ihre Verantwortung und den ihnen übertragenen Auftrag sehr ernst und freuen sich, auf diese Weise ihren Beitrag für unsere Umwelt leisten zu können.

Abwasserverband Grazerfeld

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